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Moodboard erstellen: der Unterschied zum Brandboard, einfach erklärt
Kurz gesagt
Falls du mit der Suchanfrage „Moodboard erstellen" hier bist, zuerst die Antwort: Ein Moodboard ist eine visuelle Sammlung, die eine Stimmung einfängt, Farben, Bilder, Texturen und Schriften, die zusammen ein Gefühl ergeben. Du erstellst es, indem du Material sammelst, das die gewünschte Wirkung deiner Marke trifft, und es auf einer Fläche anordnest, digital oder auf Papier. Wichtig ist der Unterschied zum Brandboard: Das Moodboard erkundet eine Richtung, das Brandboard legt sie verbindlich fest. Das eine ist die Suche, das andere das Ergebnis. Wer beide verwechselt, bleibt in der Stimmung stecken und kommt nie zur festen Marke.
Fast jede, die anfängt, ihre Marke sichtbar zu machen, legt zuerst ein Moodboard an. Farben, die gefallen, Bilder, die eine Stimmung treffen, Schriften, die schön aussehen. Und dann steht sie vor dem nächsten Problem: Aus einer schönen Sammlung wird noch keine Marke. Das liegt daran, dass ein Moodboard gar nicht dafür gedacht ist. Es fehlt der zweite Schritt, und der hat einen eigenen Namen.
Was ist ein Moodboard?
Ein Moodboard ist ein Stimmungsbild deiner Marke, bevor sie festgelegt ist. Der Begriff kommt aus dem Design: ein Board, das eine Mood, eine Stimmung, sammelt. Du trägst darauf zusammen, was die Richtung trifft, in die deine Marke gehen soll, Farbtöne, Beispielbilder, Materialien, Schriftarten, vielleicht ein paar Wörter. Es muss nicht stimmig sein und nichts beweisen, es darf suchen. Genau das ist seine Aufgabe: eine Richtung sichtbar machen, die vorher nur ein Gefühl war.
„Ein Moodboard ist ein Werkzeug zum Erkunden, nicht zum Festlegen."
Deshalb ist ein Moodboard ein Werkzeug zum Erkunden, nicht zum Festlegen. Es ist die Skizzenphase, in der du ausprobierst, ob deine Marke eher ruhig und erdig wirken soll oder klar und kühl, warm und nah oder reduziert und edel. Solange du das noch herausfindest, ist das Moodboard genau richtig. Sobald du es weißt, hast du seinen Zweck erfüllt, und es wird Zeit für den nächsten Schritt.
Was ist ein Brandboard, und wie unterscheidet es sich vom Moodboard?
Ein Brandboard ist die verbindliche Festlegung deiner visuellen Marke, das Ergebnis, zu dem das Moodboard nur der Weg war. Wo das Moodboard sammelt und erkundet, entscheidet das Brandboard. Es hält fest, welche Farben deine Marke wirklich benutzt, mit genauen Werten, welche Schriften, in welcher Rolle, welche Bildsprache, welche Logo-Variante wann. Es ist kein Stimmungsbild mehr, sondern ein Regelwerk, ein Bauplan, an den du dich ab jetzt hältst. Ein Brandboard ist der Kern deines Markendesigns: Es hält fest, wie deine Marke aussieht.
„Ein Moodboard fragt: welche Richtung fühlt sich richtig an. Ein Brandboard beantwortet: das sind ab jetzt meine Farben, Schriften und Bildregeln."
Der Unterschied in einem Satz: Ein Moodboard fragt „welche Richtung fühlt sich richtig an", ein Brandboard beantwortet „das sind ab jetzt meine Farben, Schriften und Bildregeln". Beide sind nützlich, aber sie lösen verschiedene Aufgaben, und in dieser Reihenfolge. Wer ohne Moodboard direkt festlegt, entscheidet ins Blaue. Wer beim Moodboard stehen bleibt, hat eine schöne Sammlung, aber keine Marke, an der sich etwas ausrichten lässt. Der Wert entsteht erst, wenn aus dem einen das andere wird.
Wie erstelle ich ein Moodboard? (Schritt für Schritt)
In vier Schritten, und du brauchst dafür kein Designprogramm.
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Sammle, was die gewünschte Wirkung trifft.
Gehe durch Bilder, Farben und Beispiele und greife heraus, was das Gefühl auslöst, das deine Marke haben soll. Pinterest eignet sich dafür gut, weil es genau als visuelle Suchmaschine gebaut ist, du suchst nach einer Stimmung und findest Material dazu.
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Ordne grob nach Wirkung, nicht nach Perfektion.
Lege Ähnliches zusammen, damit du siehst, welche Richtung sich verdichtet.
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Sortiere aus.
Ein Moodboard, das alles enthält, sagt nichts. Wirf raus, was nur „auch schön" ist, und behalte, was denselben Ton trägt.
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Benenne die Wirkung in Worten.
Schreibe zwei, drei Wörter dazu, die beschreiben, was das Board ausstrahlt, ruhig, hochwertig, nah. Diese Wörter sind die Brücke zum Brandboard.
Ein Hinweis, der viel Frust spart: Ein Moodboard soll dich zu einer Entscheidung führen, nicht endlos schön bleiben. Setze dir ein Ende. Wenn du die Richtung benennen kannst, ist es fertig, egal wie hübsch es noch werden könnte.
Wie wird aus dem Moodboard ein Brandboard?
Indem du aus der Stimmung feste Entscheidungen machst. Das ist der Schritt, an dem die meisten hängen bleiben, weil er etwas anderes verlangt als Sammeln: Er verlangt, sich festzulegen. Aus „diese warmen Erdtöne gefallen mir" werden vier konkrete Farben mit genauen Werten und Rollen, eine Leitfarbe, zwei Neutrale, eine Akzentfarbe. Aus „ich mag ruhige Schriften" werden zwei feste Schriften, eine für Überschriften, eine für Fließtext. Aus „so eine Bildstimmung" wird eine beschreibbare Bildsprache.
Diese Übersetzung ist Kopfarbeit, und sie fällt leichter mit einer Führung, die die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge stellt. Genau dafür ist der Marken-Kompass gebaut: Er nimmt dich an die Hand von der Positionierung über den Archetyp bis zum fertigen Brandboard, sodass am Ende nicht eine Stimmung steht, sondern ein Regelwerk, an dem sich alles Weitere ausrichtet. Wenn du davor noch nicht weißt, wofür deine Marke überhaupt steht, fängst du eine Stufe früher an, bei der Positionierung.
Und dann? Vom Brandboard zu Bildern, die zusammengehören
Ein Brandboard ist ein Plan, kein Ergebnis. Es sagt dir, welche Farben und welche Bildsprache deine Marke hat, aber die Bilder selbst entstehen erst danach. Und hier passiert der häufigste Bruch: Das Brandboard ist sauber, aber die Bilder auf Website, Blog und Pinterest halten sich nicht daran, weil jedes einzeln entsteht und niemand bei jedem Bild das Brandboard danebenlegt.
Genau diese Lücke schließt die Bildsignatur. Sie übersetzt die Festlegungen deines Brandboards, Farben, Licht, Stimmung, in konkrete, wiederholbare Bilder, sodass jedes neue Bild dieselbe Sprache spricht wie das Brandboard es vorschreibt. Das Brandboard ist die Regel, die Bildsignatur sorgt dafür, dass die Regel auch in jedem Bild ankommt. So schließt sich die Kette: Das Moodboard sucht die Richtung, das Brandboard legt sie fest, die Bildsignatur setzt sie in Bildern um, die man wiedererkennt.
„Das Moodboard sucht die Richtung, das Brandboard legt sie fest, die Bildsignatur setzt sie in Bildern um, die man wiedererkennt."
Triff die Entscheidung, halte sie in einem Brandboard fest, und sorge dafür, dass deine Bilder sie tragen.
Ein letzter Gedanke
Ein Moodboard ist ein guter erster Schritt und ein schlechter letzter. Es darf sammeln, suchen, schön sein, aber es endet, sobald du die Richtung benennen kannst. Was danach kommt, das Festlegen, ist der unbequemere Teil, und genau der macht aus einer Stimmung eine Marke. Bleib nicht in der Sammlung stecken. Triff die Entscheidung, halte sie in einem Brandboard fest, und sorge dafür, dass deine Bilder sie tragen. Dann arbeitet deine visuelle Marke für dich, statt bei jedem Bild neu zu verhandeln.
Häufige Fragen
Was ist ein Moodboard?
Eine visuelle Sammlung, die eine Stimmung einfängt — Farben, Bilder, Texturen und Schriften, die zusammen ein Gefühl ergeben. Ein Werkzeug zum Erkunden einer Richtung, nicht zum Festlegen.
Was ist der Unterschied zwischen Moodboard und Brandboard?
Das Moodboard erkundet eine Richtung, das Brandboard legt sie verbindlich fest: welche Farben mit genauen Werten, welche Schriften, welche Bildsprache. Das eine ist die Suche, das andere das Ergebnis.
Wie erstelle ich ein Moodboard?
In vier Schritten: sammeln, was die gewünschte Wirkung trifft; grob nach Wirkung ordnen; konsequent aussortieren; und die Wirkung in zwei, drei Wörtern benennen — diese Wörter sind die Brücke zum Brandboard.
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